Kein fester Startpunkt. Im Büro gibt es eine Ankunftszeit. Zuhause beginnt der Tag fließend: erst einen Kaffee, dann die Mails, dann irgendwann richtig anfangen. Wer nicht aktiv stempelt, hat am Abend eine ungenaue Schätzung.
Pausen und Unterbrechungen werden unsauber erfasst. Ein Anruf, das Kind, ein kurzer Gang in die Küche – im Homeoffice sind Unterbrechungen häufiger und unklarer als im Büro. Wer Pausen nicht aktiv erfasst, hat am Monatsende eine Arbeitszeit, die nicht stimmt.
Spätes Nachtragen am Abend. „Ich trage das heute Abend noch ein" – das ist der häufigste Satz, der zu unsauberer Dokumentation führt. Was zwei Stunden später aus dem Gedächtnis eingetragen wird, ist eine Schätzung, kein Nachweis.
Vertrauensarbeitszeit wird falsch verstanden. Vertrauensarbeitszeit bedeutet, dass Arbeitgeber die genaue Lage der Arbeitszeit nicht vorgeben – nicht, dass keine Aufzeichnung stattfindet. Die Erfassungspflicht besteht unabhängig davon, ob Vertrauensarbeitszeit vereinbart ist.
Kein gemeinsamer Prozess im Team. Manche erfassen täglich, manche wöchentlich, manche nur wenn es erinnert wird. Ohne klare Teamregel entsteht eine ungleichmäßige Datenbasis, die am Monatsende aufwändig zu bereinigen ist.